Innovation aus Tradition

Geschichte zum Anfassen

Die gemeinnützige Aktiengesellschaft AGAPLESION ist erst 2002 entstanden, doch sie gründet in der über 150-jährigen Tradition der Diakonie, die Wesentliches dazu beigetragen hat, in Deutschland ein Gesundheitswesen zu entwickeln, das weltweit seinesgleichen sucht. Viele Einrichtungen von AGAPLESION haben eine Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurück reicht: Einhergehend mit der Entwicklung der modernen Medizin entwickelte sich ein Anspruch auf das „Recht auf Gesundheit“. Der Preußische Staat setzte Sanitäts-Kommissionen ein und gab den christlichen Kirchen das Recht, eigene Wohltätigkeitsanstalten zu gründen.

Hier finden Sie einen kurzen geschichtlichen Abriss zur Diakonie und speziell zu AGAPLESION.

 

 

Von der Entstehung der AGAPLESION gAG bis zu den wichtigsten Meilensteinen
26. Juni 2002

AGAPLESION gAG

Die AGAPLESION gAG wird gegründet.

Die Gründungseinrichtungen sind das Bethanien Krankenhaus Geriatrisches Zentrum in Heidelberg, das Evangelische Krankenhaus Elisabethenstift in Darmstadt und die Frankfurter Diakonie-Klinken.

Die Frankfurter Diakonie-Kliniken gGmbH entstand 1998 durch einen Zusammenschluss des Markus-, Bethanien-, Diakonissen- und Mühlberg-Krankenhauses. Diese gemeinnützige GmbH war mit Armin Clauss als Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung und Bernd Weber als Geschäftsführer seinerzeit der größte gemeinnützige Krankenhausträger in Frankfurt am Main und der größte diakonische Krankenhausträger in Hessen. Die Gründung gilt als diakonisch und ökumenisch bedeutsamer Meilenstein und konzeptioneller Ursprung von AGAPLESION. 

26. Juni 2002

Frankfurter Diakonie-Kliniken

Die Frankfurter Diakonie-Kliniken gGmbG war 2002 eine der Gründungsmitglieder.

Sie besteht aus dem Markus-, Bethanien- und Diakonissen- Krankenhaus.

1870 wurde das Frankfurter Diakonissenhaus gegründet, welches 1903 das heutige AGAPLESION DIAKONISSEN KRANKENHAUS errichtet. Anfangs wurde das Haus zur Kinderpflege genutzt. Nach mancherlei Kriegsnöten wurde es 1958 zum Krankenhaus umgebaut.

Das Bethanien-Krankenhaus wurde 1885 zunächst in der Graustraße durch den Bethanien-Verein errichtet. Binnen kurzer Zeit stiegen die Patientenzahlen deutlich an. Aus diesem Grund öffnete 1908 eine neue Heileinrichtung in Bornheim.

Im Jahre 1928 wurde zudem das Markus-Krankenhaus mit 128 Betten in Frankfurt eröffnet. Nach dem Krieg wurde auf dem Areal an der Wilhelm-Epstein-Straße ein Gebäudekomplex neu errichtet, der 1958 in Betrieb ging.

26. Juni 2002

Gründungsmitglied AGAPLESION ELISABETHENSTIFT

Das Diakonissenhaus Elisabethenstift kam 2002 zu AGPALESION. Es wurde 1858 gegründet.

Die Ausbildung der Diakonissen war eine der Hauptaufgaben des damaligen Elisabethenstifts. Es erhielt 1909 die staatliche Anerkennung.

26. Juni 2002

AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS HEIDELBERG

Die Einrichtung war 2002 ebenfalls ein Gründungsmitglied von AGAPLESION.

Dieses wurde 1913 als Landes-Krüppelheim und Rehabilitationsklinik für die Opfer des Krieges eröffnet.

1930 erwarb der Diakonissenverein Bethanien Frankfurt das Haus. Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen wurde das Haus als Allgemeines Krankenhaus nach dem Belegarztsystem mit den Fachabteilungen Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Augenheilkunde, Urologie, HNO und Innere Medizin als Bethanien-Krankenhaus wiedereröffnet.

Bereits 1979 begann die Umstrukturierung zu einer Geriatrischen Fachklinik und zum Akademischen Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg. 1983 eröffnete die Tagesklinik, 1992 nahm die Abteilung für Geriatrische Rehabilitation ihren Betrieb auf.

01. Januar 2004

Beteiligung von drei WuP- Einrichtungen

Von 2002 bis 2004 beteiligen sich drei Einrichtungen bei AGAPLESION.

Diese sind das Haus Kurpfalz (Wiesloch), das Luise-Kart-Haus (Darmstadt) und das Oberin-Martha-Keller Haus (Frankfurt). Dies wurde 1979 als Mutterhaus des Diakoniewerks Bethanien in Frankfurt am Main eröffnet. Das Haus wurde im südlichen Teil des über 150 Jahre alten Mühlbergparks errichtet. 2001 saniert und seniorengerecht umgebaut, ist das Haus seitdem ein Seniorenpflegeheim. Heute trägt es den Namen AGAPLESION OBERIN MARTHA KELLER HAUS.

01. Januar 2005

Pflegeeinrichtungen aus Berlin

2005 schließen sich zwei weitere Einrichtungen, das Bethanien Sophienhaus und die Bethanien Tagesstätte aus Berlin, dem Konzern an.

Das Sophienhaus Bethanien wurde als erste Berliner Belegklinik „Eben-Ezer“ durch die Schwesternschaft Bethanien am 09. Oktober 1913 eröffnet. Sie wurde 1997 zum Pflegeheim umgewandelt. Die Einrichtung gehört heute zur AGAPLESION BETHANIEN DIAKONIE.

Zudem geht in Frankfurt am Main das erste AGAPLESION MVZ mit zwei Arztsitzen an den Start.

01. Januar 2005

Waldhof Elgershausen

Die heutige AGAPLESION PNEUMOLOGISCHE KLINIK WALDHOF ELGERSHAUSEN schließt sich dem Verbund an.

Die Pneumologische Klinik ist eine von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau getragene Lungenfachklinik. Sie wurde am 03. April 1901 gegründet. Der Start in das Unternehmen "Lungenheilstätte" war für den 35jährigen Arzt Dr. Georg Liebe zunächst wenig erfolgversprechend. 1899, nach erster ärztlicher Tätigkeit als Chefarzt der Lungenheilanstalt in Loslau/ Oberschlesien, gründete er in Braunfels eine kleine eigene Heilstätte, die er bescheiden "Kurpension" nannte.

Dr. Liebes anfänglichen Bemühungen, sich in der aufblühenden Kurstadt Braunfels mit einer Heilstätte für Tuberkulose zu etablieren, gelangen ihm nicht. Am 3. April 1901 zog Dr. Liebe mit seiner Familie, wenigen Angestellten und 10 Patienten in das Heilig Haus in der Oberförsterei Elgershausen ein und übernahm den Hof mit der ehemaligen Marienkapelle, mit den land- und forstwirtschaftlichen Nebengebäuden und den Ländereien.

01. Januar 2005

Beteiligung von weiteren WuP-Einrichtungen

Noch 2005 schließen sich weitere Einrichtungen aus Heidelberg dem Konzern an.

Darunter zählen der Bethanien Lindenhof und das Maria von Craimberg Haus. Dieses wurde im Oktober 1972 in der Max-Joseph-Straße im Rohrbacher Ortsteil Hasenleiser durch den DRK Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e. V. eröffnet, das heutige Seniorenheim AGAPLESION MARIA VON GRAIMBERG. Es trug zunächst den Namen „DRK Altenzentrum Hasenleiser“ und verfügte über 185 Plätze (125 für das Altenwohnen und 60 für die Altenpflege).

01. Januar 2006

Wachstum des Konzerns

Weitere fünf Krankenhäuser und vier Wohn- und Pflegeeinrichtungen lassen den Gesundheitskonzern wachsen.

Zu den Einrichtungen zählen:

  • Bethesda Kankenhaus Stuttgart
  • Bethesda Geriatrische Klinik Ulm
  • Bethesda Krankenhaus Wuppertal
  • Diakoniekrankenhaus Seehausen
  • Diakonie-Klinikum Hamburg
  • Bethesda Seniorenzentrum (Berlin)
  • Tabea Tagespflege (Berlin)
  • Bethesda Seniorenzentrum (Unna)
  • Bethesda Seniorenzentrum (Wuppertal)
01. Januar 2006

Standort Stuttgart

Das AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUS STUTTGART kam 2006 zum Konzern.

Es wurde am 01. Oktober 1896 als Einrichtung innerhalb der Evangelisch-methodistischen Kirche gegründet. Zuvor begann die Diakonisse Schwester Katharina Borgmann vom Diakoniewerk Bethesda Wuppertal in Stuttgart mit der Krankenpflege in Haushalten. Die häusliche Krankenpflege weitet sich daraufhin aus. Daher wurde dringend ein Gebäude für eine stationäre Krankenversorgung gebraucht. Das Diakoniewerk Bethesda kauft 1910 die Villa Mohl in der Hohenheimer Straße und baut sie zum Krankenhaus um. 1912 wird das Bethesda Krankenhaus in Betrieb genommen. 50-60 Kranke konnten gleichzeitig aufgenommen werden. Auch die Diakonissen waren in der Villa Mohl untergebracht.

01. Januar 2006

Standort Ulm

Auch diese Einrichtung beteiligte sich ab 2006 am Konzern.

Die Diakonissen des Diakoniewerkes Bethesda begannen jedoch schon 1913 mit der Krankenpflegearbeit in Ulm. Lange Jahre war die Belegklinik im Zollernring ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Grundstruktur in Ulm und Umgebung. Im Jahr 1993 bekam das ehemalige Belegkrankenhaus in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung einen neuen Schwerpunkt zugewiesen: Zentrum für Altersmedizin.

Heute ist die Einrichtung unter dem Namen AGAPLESION BETHESDA KLINIK ULM bekannt.

01. Januar 2006

Standort Wuppertal

Das AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUS WUPPERTAL wurde 2006 in AGAPLESION integriert.

Die Einrichtung entstand 1929 als Die Diakonissenanstalt „Bethesda“ für 250 Patienten und 150 Schwestern. Seitdem steht der hebräische Name Bethesda als „Ort der Barmherzigkeit“ nicht nur in Wuppertal für moderne Medizin.

Neben dem Krankenhaus existiert in Wuppertal noch eine Wohn- und Pflegeeinrichtung. Das heutige AGAPLESION BETHESDA SENIORENZENTRUM WUPPERTAL wurde 1988 gegründet und bietet seitdem in einem behaglich-modern gestalteten Ambiente Service-Bewohnern, pflegebedürftigen und demenziell erkrankten Menschen ein „Zuhause in christlicher Geborgenheit“.

01. Januar 2006

Standort Seehausen

2006 kam zusätzlich die Einrichtung aus Seehausen dazu.

Für die Errichtung des Krankenhauses 1886 mit 26 Betten war eine Bausumme von 40.000 Mark veranschlagt worden.

Am 1. August 1886 erfolgte der ersten Spatenstich in Seehausen. Das Gebäude wurde nach sechs Jahren Bauzeit, am 06. November 1892 feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Die ersten beiden Diakonissinnen, die im neuen Krankenhaus ihren Dienst antraten, kamen aus dem Stift Bethlehem bei Ludwigslust. Später waren Zehlendorfer Diakonieschwestern hier tätig.

Heute - das Krankenhaus befindet sich immer noch in dem gleichen Gebäude - wird die Einrichtung unter den Namen AGAPLESION DIAKONIEKRANKENHAUS SEEHAUSEN geführt.

01. Januar 2006

Standort Hamburg

Das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG wurde ebenfalls 2006 integriert.

Es ist auf drei Gesellschaften zurückzuführen.Im Jahr 1867 wurde die Ev.- Luth. Diakonissenanstalt für Schleswig-Holstein in Hamburg gegründet, die 1875 mit der Krankenhausarbeit begann. 1902 setzte die Diakonissenanstalt die Arbeit mit dem Krankenhaus "Alten Eichen" in Hamburg-Stellingen fort.

1879 wurde weiterhin das Evangelisch-methodistischen Schwesternheim Bethanien gegründet. Die Schwestern nahmen 1893 die Krankenhausarbeit in Hamburg auf.

Zudem eröffnete 1927 das Krankenhauses "Elim" in Hamburg. Die "Freie evangelische Gemeinde in Norddeutschland" erbaute das Krankenhaus neu in Eimsbüttel, Hohe Weide. Im Juli 1943 wurde es durch Bomben teilweise zerstört. Der Wiederaufbau wurde 1955 abgeschlossen. Auf diesem Gelände entstand 2012 das neue Gebäude für das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG.

01. Januar 2008

Weitere Beteiligungen

Der AGAPLESION gemeinnützigen AG schließen sich weitere 4 Einrichtungen an.

Eine der Einrichtungen war das heutige AGAPLESION EVANGELISCHES KRANKENHAUS MITTELHESSEN. Das Krankenhaus ist auf eine Initiative Gießener Bürger zurück zu führen. Das Gebäude des Evangelischen Schwesternhauses wurde 1899 in der Johannesstraße errichtet. Im Laufe der beiden Weltkriege und auch danach wurde es immer mehr zum Krankenhaus um- und ausgebaut, bis die Möglichkeiten des Standortes erschöpft waren. Der Umzug auf die Hardt 1982 ging auch mit einer Namensänderung in Evangelisches Krankenhaus einher.

Neben dem Ev. Krankenhaus Mittelhessen in Gießen wurden das Bethanien Havelgarten (Berlin), das Haus Saalburg (Frankfurt) und das Haus Silberberg (Wiesloch) für den Verbund gewonnen.

01. Januar 2009

Minderheitsbeteiligung edia.con

AGAPLESION wird mit 25 % Mitgesellschafter des Verbundes edia.con mit Sitz in Chemnitz.

Die edia.con besteht aus fünf Krankenhäuser und 2 Wohnen- und Pflegeeinrichtungen. Diese sind:

  • Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz
  • Krankenhaus Bethanien Plauen
  • Diakonissenkrankenhaus Dessau
  • Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig
  • Fachkrankenhaus Bethanien Hochweitzschen
  • Altenpflegeheim "Bethanien" (Leipzig)
  • Altenpflegeheim am Diakonissenkrankenhaus (Leipzig)
01. Januar 2009

Sieben neue Einrichtungen

Neben der edia.con finden noch weitere sieben Einrichtungen den Weg zu AGAPLESION.

Diese sind:

  • Diakonie-Kliniken Kassel
  • Schwantaler Carrée (Frankfurt)
  • Bethanien Havelstrand (Berlin)
  • Bethanien Radeland (Berlin)
  • Gemeindepflegehaus Bethanien (Mauer)
  • Kirchliche Diakoniestation Kraichtal
  • Seniorentagespflege Kraichtal
01. Januar 2009

Standort Kassel

Das Diakonissen-Krankenhaus des Kurhessischen Diakonissenhauses trat 2009 in den Konzern ein. Es wurde bereits 1883 in Kassel eröffnet.

Die Zahl der Diakonissen, die zunächst etwa 100 Kranke hingebungsvoll pflegte, stieg bis 1900 von 22 auf 200. Das Diako, wie man es in Kassel liebevoll nennt, wurde 1944 so zerbombt, dass die Krankenversorgung ausgelagert werden musste. Zehn Jahre später nahm es in der Goethestraße seinen Betrieb wieder auf.

Die Einrichtung wird heute noch als AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL betrieben.

01. Januar 2010

Verbindung mit der HDV gGmbH

Beteiligung eines Trägers von einem Krankenhaus und sieben vollstationären Wohn- und Pflegeeinrichtungen.

Diese in Südhessen und Rheinland-Pfalz gelegenen Einrichtungen sind:

  • Diakoniekrankenhaus Ingelheim
  • Seniorenzentrum Sophienstift (Worms) und Johannes-Guyot-Haus (Fürth)
  • Seniorenzentrum Haus Johannes (Heppenheim), Heimathaus (Darmstadt) und Simeonstift (Hainburg)
  • Ev. Alten- und Pflegeheim Martin-Luther-Haus (Worms)
  • Seniorenzentrum Dietrich-Bonhoeffer-Haus (Lampertheim)

Der Hessischen Diakonieverein e.V. wurde am 13. Juni 1906 auf Anregung der „Freien landeskirchlichen Vereinigung“ gegründet. Der Pfarrer der Darmstädter Johannesgemeinde, Johannes Guyot, war der Initiator und auch der 1. Vorsitzende des HDV. Heute: AGAPLESION HESSISCHER DIAKONIEVEREIN WOHNEN & PFLEGEN.

01. Januar 2010

Standort Ingelheim

Das heutige AGAPLESION DIAKONIEKRANKENHAUS INGELHEIM wurde 2010 beteiligt.

Es wurde schon im Jahr 1858 als Kranken- und Pfründnerhaus erworben. Zur damaligen Zeit betrug das Hospitalvermögen des späteren Hospital Ludwigstift 20.000 Gulden. Für eine kleine Gemeinde, wie es damals Nieder-Ingelheim war, bedeutete es sehr viel, ein solches Haus zu besitzen und zu betreiben. Es konnte sich im Vergleich mit anderen Krankenhäusern durchaus sehen lassen und war auch gut ausgestattet.

01. Januar 2011

Haus Bickenbach

Das Haus Bickenbach wird in Trägerschaft des HDV gemeinnützige GmbH eröffnet.

Das AGAPLESION HAUS BICKENBACH ist ein von der Firmengruppe Dreher erbauter hochmodernen Gebäudekomplex am westlichen Ortsrand von Bickenbach.

18. August 2012

Zusammenschluss AGAPLESION gAG und proDIAKO

Die ordentliche Hauptversammlung hat dem geplanten Zusammenschluss mit der niedersächsischen proDIAKO gGmbH zugestimmt.

Die Verträge wurden von den Entscheidungsgremien beider Parteien unterzeichnet. Das Bundeskartellamt muss dem Zusammenschluss noch zustimmen.

Die proDIAKO gGmbH mit Sitz in Rotenburg (Wümme) war ein diakonisches, gemeinnütziges Krankenhausunternehmen in Niedersachsen. Unter ihrem Dach arbeiteten sieben Krankenhäuser, zwei stationäre und zwei ambulante Pflegeeinrichtungen sowie zwei Reha-Einrichtungen in regionalen Versorgungsnetzen zusammen. Die proDIAKO-Gesellschaften versorgten in den Krankenhäusern mit 1.800 Betten pro Jahr 70.000 stationäre Patienten. Insgesamt erwirtschafteten 5.500 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von 290 Millionen Euro.

18. August 2012

Standort Rotenburg (Wümme)

Als eine der proDIAKO Einrichtungen wird das heutige AGAPLESION DIAKONIEKKLINIKUM ROTENBURG 2012 integriert.

1860 wurde das Diakonissen-Mutterhaus in Hamburg eingeweiht.

1905 übersiedeln die Bethesda-Schwestern nach Rotenburg (Wümme). Hier bauen sie ein neues Mutterhaus und ein Krankenhaus.

18. August 2012

Standort Bad Pyrmont

Auch das heutige AGAPLESION EV. BATHILDISKRANKENHAUS wird 2012 im Zuge der proDiako Beteiligung an AGAPLESION angegliedert.

In Bad Pyrmont entstand 1899 das Evangelische Bathildiskrankenhaus. Maßgeblichen Einfluss auf den Bau des Krankenhauses nahm damals die Fürstin Bathildis von Waldeck, nach der das Krankenhaus benannt wurde.

1987 verlagerte die Stiftung Bethesda den Krankenhausbetrieb in das ehemalige Versorgungskrankenhaus. Zu den Einrichtungen der Stiftung Bethesda gehörten zu diesem Zeitpunkt auch das Evangelische Alten- und Pflegeheim Bethesda und das Altenheim Bethanien in Bad Pyrmont. Weiterhin verfügte die Stiftung Bethesda über eine Landwirtschaft, die heute an einen Landwirt verpachtet ist.

18. August 2012

Standort Holzminden

Ebenso kam 2012 das heutige AGAPLESION EVANGELISCHES KRANKENHAUS HOLZMINDEN zum Konzern.

Es kann auf eine Tradition bis 1936 zurück blicken. Als Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts das städtische Krankenhaus zu klein geworden war, fehlten der Stadt Holzminden wegen Inflation und Wirtschaftskrise die finanziellen Mittel für ein neues Krankenhaus. Mit viel Engagement der Holzmindener Bürger entstand daher am Forster Weg ein Haus mit doppelt so vielen Betten wie in dem ehemaligen städtischen Krankenhaus am Hafendamm.

18. August 2012

Standort Bückeburg

Das heutige AGAPLESION EV. KRANKENHAUS BETHEL BÜCKEBURG ist auch seit 2012 im Konzern integriert.

Das Krankenhaus hatte bei Eröffnung 20 Pflegebetten und noch keinen Operationsraum. Zum Gründungsjahr 1860 war Schaumburg-Lippe ein deutscher Staat mit Bückeburg als Residenzstadt. Der damals regierende Fürst Georg Wilhelm zu Schaumburg-Lippe unterstützte das Anliegen von Charlotte Luise Freiin von Vincke (07.08.1833 - 12.03.1894), ein Krankenhaus zu gründen. Auf seinen Wunsch wurde das Gebäude von Beginn an zweistöckig errichtet. Hierfür stellte die Hofkammer ein zinsfreies Darlehen zur Verfügung.

18. August 2012

Standort Göttingen

Das AGAPLESION KRANKENHAUS NEU-BETHLEHEM kommt 2012 als ehemalige proDIAKO Einrichtung zu AGAPLESION.

Wilhelm I. verlieh der Diakonissen-Anstalt Bethlehem in Göttingen 1872 die Rechte einer juristischen Person. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts war in frommen evangelischen Kreisen die Idee entstanden, die evangelische Krankenpflege auch in Göttingen zu etablieren. Nachdem das Stift Bethlehem 1872 die Rechte einer juristischen Person erhalten hatte, entwickelte sich unter der Leitung eines Kuratoriums, damals Comite´ genannt, in völliger Selbstständigkeit die Anstalt Bethlehem. Im Jahr 1896 erweiterten sich die Aufgaben durch die Gründung einer “Frauenheilanstalt Neu Bethlehem” am Standort der Humboldtallee.

Aktuell
19. Oktober 2017

Universitätsmedizin Mainz übernimmt das AGAPLESION DIAKONIEKRANKENHAUS INGELHEIM

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